Zusammen Stark -
Verbundschule der Standorte Hünger und Tente

Anschrift:

Standort 1 - Postanschrift
Tente 79
42929 Wermelskirchen
Tel.: 02196-81118
Fax: 02196-82783

Standort 2
Hünger 77
42929 Wermelskirchen
Tel.: 02196-2399
Fax: 02196-972163

BM Bericht vom 10.02.2012
Erziehungsexperte rät: Mehr loben als kritisieren

RGA Bericht vom 10.02.2012
Ohne tragfähige Be- keine gute Erziehung

BM Bericht vom 04.02.2012
Klimaschutz in der Kiste

RGA Bericht vom 04.02.2012
20 Grad im Zimmer sind genug

RGA Bericht vom 21.12.2011
Grundschüler lesen schon ein Englischbuch

RGA Bericht vom 14.12.2o11
Theater-AG führt Weihnachtswunderhund" auf

RGA Bericht vom 18.10.2011
Leseförderung

RGA Bericht vom 01.10.2011
Eltern müssen nicht nervös werden

RGA Bericht vom 24.09.2011
Ernährung, Bewegung und Sozialkompetenzen

Bericht in der Bergischen Morgenpost vom 24.09.2011
Grundschule mit Zertifikat ausgezeichnet

RGA Bericht vom 23.09.2011
Michaela Gregory aus England zu Besuch

RGA Mitteilung vom 20.09.2011
Was bedeutet Schulfähigkeit

BM Bericht vom 10.02.2012
Erziehungsexperte rät: Mehr loben als kritisieren
Wermelskirchen (cds)

Viele Fragen hatten die Eltern am Mittwochabend nicht an den Sozialpädagogen Achim Schad – einfach, weil er in seinem Vortrag auf Einladung der Grundschule Am Haiderbach alles auf den Punkt brachte. Und das mit einem sehr feinen Gespür und viel Humor. „Klarheit − Grenzen − Konsequenzen“ war denn auch der Titel seines Referats. Kein Zufall, denn sein 2010 erschienenes Buch trägt diesen Untertitel.
„Man purzelt da so ein wenig naiv in die Elternschaft“, begann der Referent seine Erläuterungen und schon hatte er die Elternschaft auf seiner Seite. Mit launigen Beispielen aus seiner Praxis und seinem eigenen Familienleben widerlegte er einige der bekanntesten Erziehungsmethoden. Vor jeder Erziehung brauche es eine tragfähige Beziehung zwischen Eltern und Kind, so der Experte. So habe ein amerikanischer Forscher lange geforscht und viel Geld ausgeben, bis er auf eine einfache Formel stieß, wie eine Eltern−Kind−Beziehung funktioniere: Das Verhältnis von positiven Botschaften wie Wertschätzung und Lob sollte möglichst 5:1 zu negativen, wie Kritik, betragen. Also: Fünfmal mehr loben statt zu kritisieren, so Schad.
„Kinder haben heute eine sehr zentrale Stellung in der Familie, die Eltern kreisen quasi um ihre Kinder“, stellte der Sozialtherapeut schmunzelnd fest. Früher hätten sich die Kinder der Familie anpassen müssen, heute sei es häufig umgekehrt. Ein typisches Beispiel seien Telefonate der Eltern. Plötzlich hätten die Kleinen unaufschiebbare Bedürfnisse und drängende Fragen. Das Gleiche gelte beim gemeinsamen Essen, bei denen sich Eltern oft nur in Halbsätzen unterhalten könnten. „Darum“, so Achim Schad, „sollte man sich alles gesagt haben, bis Kinder da sind.“
Gequengelt wird nur zu Hause
Auch auf das Essverhalten vieler Kinder ging der Referent ein. „In der Kita, wo 24 andere Kinder auch essen, gibt es oft keine Probleme, aber zu Hause quengeln die lieben Kleinen oft herum, dass sie dies und das gar nicht mögen“, sprach er vielen Eltern aus der Seele. Hier passiere etwas Aufregendes für den Nachwuchs: „Wenn’s mir nicht schmeckt, wenn ich störe und quer treibe, bekomme ich mehr Aufmerksamkeit“, so die Botschaft an die Eltern. Denn die Erwachsenen alarmieren Störungen mehr als Wohlverhalten und so entwickelt sich die Fähigkeit des Kindes, sie zu lenken. „Und wenn man es dann kann mit der Elternschaft, dann ist es auch schon zu Ende. Schade!“ Wie schon gesagt, Achim Schad brachte an diesem Abend vieles auf den Punkt.
www.achim−schad.de

RGA Bericht vom 10.02.2012
Ohne tragfähige Be- keine gute Erziehung
Von Natascha Schemmann

Mit so viel Resonanz hatte Katrin Wagner nicht gerechnet, die Leiterin der Grundschule Am Haiderbach. Mehr als 110 Interessierte kamen zum Vortrag "Liebe allein genügt nicht - Klarheit, Grenzen, Konsequenzen" des Diplom-Sozialpädagogen sowie Familien- und Paartherapeuten Achim Schad. Der stellte sein Erziehungskonzept vor und beantwortete Fragen.
"Ohne eine tragfähige Beziehung ist keine gute Erziehung möglich", sagte Schad. Damit die Beziehung tragfähig werden könne, sollten "positive Botschaften den Anteil von negativer Kommunikation im Verhältnis 5:1 nicht unterschreiten."
Das heißt also, dass wir das Kind mehr loben als kritisieren sollen. Für Kinder, die nicht gehorchen, müsse eine ruhig und klar formulierte Konsequenz folgen, so dass sie aus ihrem Fehlverhalten lernen können. "Früher haben sich Kinder der Familie anpassen müssen - inzwischen ist es umgekehrt", spitzte Schad zu.
"Da gibt es das Verhalten in der Kindertagesstätte. Wenn ein Kind sagt, dass ihm das Essen nicht schmecke, entgegne die Erzieherin nüchtern: Dann schmeckt's dir halt morgen wieder!" In der Kita gebe es keine besorgten Eltern, die ihr Kind verhätscheln und letztendlich beigeben: "Dann kriegst du halt dein Nutellabrot. Bevor du gar nichts isst!"
Das Kind lerne aus der Situation, dass störendes Verhalten sowie das Nichterfüllen bestimmter Erwartungen in der Familie intern zur mehr Aufmerksamkeit führe. Es Kind fühle sich wichtig, da es eine Sonderstellung bekomme, die es in der Kita nicht gebe. Als Eltern soll man aber konsequent bleiben: Wenn das Kind das Essen nicht essen möchte, gäbe es auch nichts anderes. Liebe, Geduld und Zeit allein reichten für eine erfolgreiche Erziehung eben nicht aus.
Schad: "Eltern denken, sprechen und handeln für ihr Kind." Die Folgen dieser "Verstrickungsdynamik" seien, dass das Kind weniger selbständig ist und keine eigene Verantwortung übernähme. Er kritisierte das Verhalten der Eltern, die alles für ihr Kind tun, was das Kind eigentlich selbstständig machen könnte.
"Kinder müssen Folgen ihres Verhaltens erst lernen" Achim Schad Sozialpädagoge Nach Meinung Achim Schads führe das schneller zu Machtkämpfen in der Familie. Die ideale Gestaltung der Eltern-Kind Beziehung veranschaulichte er mit der Schnittstelle Schule und nannte als Beispiel die Hausaufgaben.
Das Kind solle Eltern von sich aus darum bitten zu helfen, nicht umgekehrt. Eigene Motivation fördere das Lernen. Druck Eltern ("Jetzt mach' doch mal endlich deine Hausaufgaben!") störe den aktiven Aneignungsprozess. Nur mit Bitten und gutem Zureden allein sei es freilich nicht getan. Nicht alle Kinder seien bereit, der Erwartungshaltung ihrer Eltern zu entsprechen. Doch mit Strafen und schlimmen Drohungen scheitere man hier:
"Das belastet nur die Beziehung und führt beim Kind eher zur Bockigkeit als zum Erfolg." Man müsse das Mittelmaß finden. Eltern könnten mit der Konsequenz drohen, den Kindern den Fußball wegzunehmen.
Das Kind müsse Verantwortung für die Entscheidungen lernen, die es selbst trifft, bzw. die Konsequenzen kennen. "Wenn man die Hausaufgaben nicht macht, gibt es eben die Note 6."
Souveränität und Gelassenheit gegenüber Kindern nannte Schad einen Weg zur erfolgreichen Erziehung: "Man muss die Kindern laufen lassen. Sie müssen die Folgen ihres Verhaltens erst lernen. Durch übermäßige Fürsorge werden sie darin nur eingeschränkt."
Beziehung sei der Wechsel von Geben und Nehmen, also keine "Einbahnstraße". Wer sein eigenes Kind zu sehr verwöhne, dürfe sich nicht wundern, wenn es nicht im Haushalt hülfe. Nach dem Motto "ich tue gerne viel für dich, aber du musst auch viel für mich tun", sollte die Erziehung laufen. Das Kind solle lernen, dass es zu einem guten Verhältnis zu den Eltern beitragen müsse. Dazu gehöre zum Beispiel das selbstständige Einräumen der Spülmaschine.
Kindern könnten nur merken, dass sie für bestimmte Aufgaben zuständig sind, wenn sie nicht das "Verwöhnprogramm" durchlaufen. Dieses mache das Kind unzufrieden, weil es dabei zu wenig zeigen könne, was es alles kann.
Dass Schads Erziehungskonzept erfolgreich ist, davon ist Katrin Wagner überzeugt. Sie appellierte ans Publikum, Mut zu haben, die Ratschläge umzusetzen. "Die lockere Art und Weise, wie er seine Thesen ausführt, sind sein Erfolgsrezept. Es gibt keine trockene Theorie", sagte die Schulleiterin. "Das Gute ist, dass sich im Vortrag jeder wiederfinden kann. Sein Konzept funktioniert - das kann ich aus eigener Erfahrung mit meinen Kindern sagen." www.achim-schad.de

BM Bericht vom 04.02.2012
Klimaschutz in der Kiste
von Bernd Geisler

Bei der Klasse 4b der Grundschule Am Haiderbach dreht sich zurzeit viel rund ums Klima. Mit Materialien aus einer Kiste können die Schüler das Klima an der Schule untersuchen. Gestern erhielt die Schule ein Zertifikat.Die Klasse 4b der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Am Haiderbach in Tente steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Eine „Klima−Kiste“ weckte ihren Forschungsdrang. Die Kiste enthält Materialien, mit denen die Schüler das Klima an ihrer Schule untersuchen und verbessern können. Seit zwei Wochen lernen sie den Umgang mit Energiemonitor, Wetterstation, Thermometer, Thermometerkarten fürs Klassenzimmer, Luftgüteampel, Luxmeter, Wasserdurchflussmengen−Messbecher, schaltbare Zwischensteckdosen, mechanische Zeitschaltuhr und einem Experimentierkasten „Rettet die Erde“.
Die Klima−Kiste lieferte und finanzierte auf Antrag der Verein BildungsCent, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt. „Wir mussten uns selbst zunächst mit dem Inhalt der Klima−Kiste vertraut machen“, sagte Schulleiterin Katrin Wagner. Auch Hausmeister Sven Nocon habe tatkräftig mitgeholfen, die Materialien der Kiste praxisnah im Schulgebäude einzusetzen. Ihre Mühen zusammen mit Lehrerin Elisabeth Kurth haben sich gelohnt: Die Kinder achten zum Beispiel mit Hilfe der Luftgüteampel mit Argusaugen darauf, dass der CO2−Gehalt in der Luft des Klassenzimmers nicht zu hoch wird – dann werde „stoßgelüftet“, sagte Jonas, Schüler der 4b.
Zertifikat überreicht
Sie kümmern sich auch um die richtige Helligkeit auf der Arbeitsfläche. Dazu diene das Luxmeter, erzählten sie dem Technischen Beigeordneten der Stadt, Dr. André Benedict Prusa. Er war in die Schule gekommen, um im Beisein von Brigitte Zemella, Sachgebietsleiterin Umwelt der Stadt, und des Schulausschussvorsitzenden Klaus Seeger (CDU) der Schule ein Zertifikat zu überreichen, dass ihr die Teilnahme am Programm „Aktion Klima!“ bescheinigt. Dabei schlüpfte Prusa in die Rolle des Lehrers und befragte die Schüler zum Inhalt der Klima−Kiste. Die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen. Auch die Stadt habe sich um eine Klima−Kiste bemüht und sie auch erhalten, sagte er. Sie werde den Schulen zur Verfügung gestellt. Aus persönlichem Interesse heraus habe er sich mit dem Inhalt der Kiste beschäftigt. Er zeigte sich ähnlich begeistert wie die Schüler.
Aufgeteilt in Arbeitsgruppen werden die „Klima−Detektive“ ihr Wissen an die anderen Klassen in Tente und Hünger weitergeben, sagte Kurth. Aber nicht nur das. Ihre Begeisterung schwappte bereits bis nach Hause: Jetzt achten sie auch dort darauf, dass nachts alle Lichter aus sind, und während des Zähneputzens kein Wasser aus dem Hahn läuft.

RGA Bericht vom 04.02.2012
"20 Grad im Zimmer sind genug"
Von Andreas Weber

Autofahrer, die gestern Morgen an der B 51 vor der Baustellenampel in Höhe der Grundschule Tente im Stau standen, staunten. In der ersten großen Pause protestierte die 4 b auf dem Gehweg mit einem veritablen Schilderwald gegen zu hohen CO2-Ausstoß und Energieverschwendung.Mit markigen Slogans wie "Duschen statt baden", "Geh zu Fuß", "Fahr mit dem Rad", "Wollt Ihr ertrinken? Wir nicht!" zog die Klasse erst auf den Schulhof, hernach auf die Straße.
Auch "20 Grad plus sind genug" stand auf einem der vielen Plakate, die die Viertklässler hochreckten. Bei zweistelligen Minusgraden an der frischen Luft eine Vorstellung, die zum Schmunzeln einlud.
Ihre Temperaturfühligkeit hat die 4 b der Grundschule Am Haiderbach über die Klimakiste entdeckt.
20 Grad Celsius im Klassenraum soll die Grenze sein. Das Bewusstsein ist geschärft. Die ersten zwei Wochen mit ihren zahlreichen neuen Messgeräten und Unterrichtsmaterialien tragen Früchte.
Konsequent wird im Tenter Schulgebäude aufgepasst. Auch Zuhause wundern sich Eltern, wie gewissenhaft ihre Zöglinge Gelerntes umsetzen. Da werden zum Beispiel plötzlich Lichtquellen ausgeknipst, die früher achtlos weitergebrannt hätten.
Das veränderte Umweltbewusstsein macht vor niemandem halt. Auch Schulleiterin Katrin Wagner muss sich von den kleinen Entdeckern belehren lassen, wenn in ihrem Büro das Thermometer auf 21 Grad klettert: "Sie müssen die Heizung runterdrehen oder kurz lüften", wurde sie schon gerüffelt.
Die 4 b und ihre Klassenlehrerin Elisabeth Kurth sind eifrig bei der Sache. Eine kleine Scheckkarte aus der Klimakiste zeigt am Türrahmen stets die Raumwärme an.
Ergänzend warnte eine kleine weiße Box - ein Luftgüte-Anzeiger - mit einem roten Lämpchen vor dicker Luft. Bei "Grün" ist alles in Ordnung; schlägt der Anzeiger um, reagiert die Klasse. Für fünf Minuten öffnet sie die Fenster, um stoßzulüften. Die Kinder ermitteln mit einem Lux-Meter Lichtdaten und begreifen, mit der Ressource Wasser nicht verschwenderisch umzugehen.
Ein Sparset, das an die Hähne angeschraubt wird, soll den Verbrauch drosseln. In mehrere Gruppen eingeteilt, schreiben sie ihre Messergebnisse am Schwarzen Brett nieder.
Herausgefunden haben die "Strom-Detektive" unter anderem, dass ihr klasseneigener CD-Spieler im Standy-by-Modus mit 2,5 Watt, im Betrieb mit 7 Watt läuft. Wie selbstverständlich setzt sich der Nachwuchs mit der Technik auseinander, beobachtet Katrin Wagner begeistert.
Erwachsene tun sich mit den Messapparaten schwerer. Als Wagner die Inhalte der Klimakiste zum ersten Mal anwenden wollte, musste sie sich fachmännischen Rat bei Hausmeister Sven Nocon holen.
Gestern erhielt die 4 b Besuch von Dezernent Dr. André Benedict Prusa und der Umweltbeauftragten Brigitte Zemella. Die städtischen Vertreter übergaben ein Zertifikat der "Aktion Klima" - die Bestätigung, dass die Grundschule an dem Umweltprojekt teilnimmt. Sie ist damit die erste in Wermelskirchen.
2 400 solcher grünen Klimakisten sind bundesweit verteilt worden. Initiiert vom Bundesumweltministerium und umgesetzt vom Verein Bildungs-Cent (Berlin), sind mittlerweile alle Kisten vergriffen. Altersgerecht unterschiedlich bestückt, gibt es sie für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen.
Vier kursieren in Wermelskirchen. Neben Haiderbach haben Realschule, Gymnasium und die Stadt jeweils eine.
Die neu gewonnenen Erkenntnisse trägt nicht nur die Klasse 4 b an ihre Mitschüler in Tente weiter. Auch die Stadt will Energieeinsparungen massiv forcieren. Im März, kündigte Dr.-Ing. Prusa gestern an, wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit dem Thema Klima auseinandersetzen.
Dabei geht es vorrangig um die Senkung von Wasserverbrauchund Heizungsenergie in städtischen Immobilien.
Dr. Prusa möchte, dass daraus ein zukunftsweisendes Gebäudemanagement-Konzept für die Stadt Wermelskirchen entsteht, das Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich macht. Die Kommune will Vorreiter sein. "Natürlich sollen die Ideen hinterher auch auf die privaten Haushalte überschwappen", meint der Technische Beigeordnete.

RGA Bericht vom 21.12.2011
Grundschüler lesen schon ein Englischbuch
von Andreas Weber

Können Grundschüler schon ein Englischbuch lesen? Im Kollegium der Grundschule Am Haiderbach hatte es im Vorfeld kontroverse Meinungen darüber gegeben.Am Ende erhielt Ruth Schmidt aber grünes Licht, den Versuch im Forderkurs der 4 b in Tente zu wagen.
Seit Beginn des Schuljahres beschäftigen sich 13 Viertklässler dienstags mit "Friends by accident" - zufällige Freunde.
Die Geschichte handelt von Raymond. Der macht sich von Deutschland auf den Weg nach Schottland zum Tattoo-Festival in Edinburgh, einem beeindruckenden Musikereignis mit Militärmusik, Dudelsackspielern und Trommlern. Will he get to the festival in time? Wird er pünktlich beim Festival ankommen? Ob Raymond sich seinen Traum erfüllt, wird nach 48 Seiten beantwortet. Das Büchlein von Werner Färber hatte sich Ruth Schmidt vorher angeschaut und war felsenfest davno überzeugt: "Das schaffen die Schüler!"
Und in der Tat, die Viertklässler nahmen diese Herausforderung an: "Lesen in Englisch macht Spaß", versicherten Malte Issel, Luca Klein und Philipp Meyer (alle 9 Jahre) am Dienstag stellvertretend für ihren Kurs. Philipp gibt zwar zu, dass er manchmal nicht auf Anhieb den Sinn verstehe; aber Ruth Schmidt erkläre den Zusammenhang jeweils umgehend. Schwierige Worte finden die Schüler, ins Deutsche übersetzt, im Buch. Fünf der zehn Kapitel haben die Forderschüler durchgeackert. Nach jedem einzelnen setzt Ruth Schmidt ein "summary" an - eine Zusammenfassung.
Schon vor dem Ende des Halbjahres darf das Wagnis als geglückt gelten. Mittlerweile hält die Lehrerin fast den kompletten Unterricht in Englisch ab. Vor Jahren wäre diese Intensität in Grundschulen undenkbar gewesen. Ruth Schmidt freut sich über den Fortschritt. 19 Jahre war sie im Schulsekretariat in Tente tätig. Nun ist sie im Vorruhestand, bleibt aber der Schule weiter als ehrenamtliche Kraft verbunden. Englisch gab sie hier schon, als es noch keine Pflicht war. Immer dienstags kommt die 62-jährige Wickhauserin für zwei Stunden, um mit Förder- und Forderkurs über den normalen Unterricht hinaus in die Fremdsprache einzutauchen. Sie selbst bildet sich über Volkshochschulkurse ständig fort.
Vielleicht überzeugt das eine oder andere der 13 Kinder seine Eltern 2012 zu einem Schottland-Urlaub mit einem Abstecher zu dem traditionsreichen Festival, das sie ein halbes Jahr beschäftigt haben wird. Machbar wäre es in den Sommerferien 2012. Das Royal Edinburgh Military Tattoo findet vom 3. bis 25. August auf der Esplanade vor dem Castle im Herzen von Edinburgh statt.

RGA Bericht vom 14.12.2011
Theater-AG führt "Weihnachtswunderhund" auf
von Andreas Weber
                                                                                    Auf eine kurze Probenzeit folgte ein sehr kurzes Stück. Nur zehn Wochen blieben nach den späten Sommerferien, um den "Weihnachtswunderhund" einzustudieren. Die 25 Minuten Aufführung waren dafür genau richtig.
Lang genug allemal für die Theater-AG der Grundschule Am Haiderbach, um ihren jungen und älteren Zuschauern gestern eine Kernbotschaft zu überbringen: Beschenkt Eure Kinder Weihnachten mit Verstand, nehmt Euch Zeit füreinander.
16 Dritt- und Viertklässler präsentierten die Geschichte von Maria Staufer auf der Bühne der Tenter Turnhalle. Für die beiden Vorstellungen - eine morgens, eine abends - hatte Leiterin Doris "Dodo" Zenker eine ungewöhnliche Mischung an Schauspielern um sich versammelt: zwölf Jungen und vier Mädchen. Sonst ist das weibliche Geschlecht eindeutig in der Überzahl.
So waren diesmal alle Hauptrollen mit Jungs besetzt: Gianluca Rose als Herr Gruber, Yannick Maier als Herr Wegner und Luka Klein als Herr Kurtz. An zwei Handlungsorten traten sie auf. Im Spielwarenladen, wo Verkäufer Wegner sich standhaft weigert, den Wunderhund mit implementierten Mikrochip für teures Geld anzupreisen. Er erkennt, dass der technische Schnickschnack Eltern und Kinder entzweit. Wegner setzt auf die Vorleseecke im Geschäft und Bücher.
Chef Gruber ("Sie müssen verkaufen, verkaufen, verkaufen") schmeißt seinen Angestellten deshalb raus. Heiligabend bereut er die Kündigung. Daheim gehen ihm die Augen auf. Denn Gruber, der seinem Stefan (Malte Issel) einen der Super-Bellos als Präsent unter den Weihnachtsbaum legt, muss feststellen, dass sein Sohn alle anderen Geschenke ignoriert und sich mit dem Hund vor die Glotze verzieht.
Als Stefan auch den Weihnachtsbraten von Mutter Gruber (Linn Pfeifer) verschmäht, stattdessen Pizza per Boten ordert, platzt Papa der Kragen. Der Hund kommt weg, stattdessen wird die Bescherung wiederholt, Herr Wegner rehabiliert und zum Vorlesen eingeladen. Auch wenn die Mimenschar morgens gegen das laufende Heizungsgebläse in der Halle anreden und kleinere Hänger von Souffleuse Zenker korrigiert werden mussten, so lauschten die Mitschüler und die "Maxis" aus den Kindergärten Braunsberg und Tente interessiert und klatschten am Ende begeistert Beifall.
Den gab es auch für die bewährte Regisseurin, ohne die Theater in der Grundschule nicht möglich wäre. Auch als Lehrerin im Ruhestand führt Dodo" die AG weiter. Als Dankeschön dafür gab es von Schulleiterin Kathrin Wagner einen Blumenstrauß.

RGA Bericht vom 18.10.2011
Leseförderung: Erstklässler erhalten Tüte mit Büchern
(awe).

Früh sollen Kinder an das Lesen von Büchern herangeführt werden, bevor sie sich im Internet verlieren. Die Lesetüte" ist eine Maßnahme, die Erstklässler für das gedruckte Wort auf Papier gewinnen soll.
Zu Leben erweckt wurde sie von der AG Leseförderung des Börsenvereins im Deutschen Buchhandel. Letztes Jahr gab es einen Probelauf, an dem die Grundschulen Ost, Schwanen und St. Michael teilnahmen. Dieses Jahr wurde die bundesweite Aktion auch in Wermelskirchen ausgeweitet.
Gestern Morgen wurde das Geschenk an alle I-Männchen in der Verbundschule Am Haiderbach verteilt. Tente/Hünger ist eine von vier Grundschulen vor Ort neben Schwanen, St. Michael und Dhünn/Dabringhausen, die profitieren. In einer von ihren Paten aus der 3. Klasse handbemalte Tüte steckten für die Tenter und Hüngeraner zwei Kinderbücher: Die schönsten ABC-Geschichten" von Maria Seidemann sowie Die stärksten Olchis der Welt" von Erhard Dietl.
Gesponsert worden waren die beiden Sonderdrucke von den Verlagen Oetinger und Arena, bei denen sie erschienen sind. Unterstützung gab es auch vom Schulverein und der Buchhandlung Marabu, deren Mitarbeiterin Gabi van Wahden unter anderem Tipps für die Eltern zusammengestellt hatte, wie sie ihre Kinder zum Lesen animieren können. Van Wahden ist sicher, dass es die Lesetüte" auch ein drittes Mal geben wird: Die Aktion wird bestimmt wiederholt."

RGA Bericht vom 01.10.2011
Eltern müssen nicht nervös werden
Von Ursula Hellmann

"Fehler sind erlaubt!" Diese wenigen Worte ließen am Donnerstagabend im evangelischen Kindergarten Tente die
aufmerksam zuhörenden Elternteile schon ein bisschen aufatmen. Für die Fragen, die ihnen im Zusammenhang mit dem Schulbeginn ihrer Kinder im nächsten Jahr durch den Kopf gingen, suchten sie Antworten.
Auf Anregung des Kultusministeriums NRW bildete sich 2010 ein Kompetenzzentrum mit Vertretern der Schulen und Kindergärten von Wermelskirchen, Leichlingen und Burscheid. Auf dieser Grundlage starteten zum zweiten Mal die Kindertagesstätten Am Ecker, Tente und Forstring sowie die Gemeinschafts-Grundschule (GGS) Am Haiderbach ein Projekt zur gezielten Information der betreffenden Eltern.
Am Besuch der Abende war zu ersehen, dass das Angebot eine Lücke füllt. Es wurde deutlich, wie wichtig es den Müttern und Vätern ist, auf welche Weise sie ihre kleinen Schulaspiranten im letzten Kindergartenjahr und beim Übergang in die Grundschulen unterstützen und begleiten können, ohne den "normalen" Stress für beide Seiten noch zu verstärken.
Bereits am Mittwochabend saßen zu diesem Zweck 16 Mütter und Väter in der Städt. Kindertageseinrichtung Am Ecker. Im evangelischen Kindergarten Tente konnten die beiden Organisatorinnen, Kiga-Leiterin Manuela Wickesberg und Katrin Wagner, Rektorin der GGS Am Haiderbach, am Donnerstag vierzehn Besucher begrüßen.
Verteilt auf fünf Tischen im Raum lagen - hübsch dekoriert - Bücher, Spiele und Gegenstände, welche die Bereiche wie visuelle Wahrnehmung, Sicherheit und Selbstbewusstsein, Sprache, Motorik sowie mathematische Fähigkeiten aufgriffen. Kindgerecht bunt gestaltet und bewusst spielerisch, wird Sachwissen vermittelt und damit den Eltern gute Handreichungen gegeben in dieser intensiven Zeit der kindlichen Aufnahmefähigkeit.
Manuela Wickesberg stellte mit Hilfe einer Bild-Präsentation die Inhalte der einzelnen Lern- und Entwicklungsbereiche vor. Der Grundtenor ihrer Ausführungen war klar ausgerichtet: Das letzte Kindergartenjahr sollte helfen, logische Zusammenhänge zu erkennen, soziales Verhalten zu üben, körperliche Fähigkeiten zu erkennen.
Wie aus den Zwischenfragen zu hören war, stehen manche Eltern tatsächlich unter Stress in ihrer Sorge, ihr Kind könnte den heutigen Standards nicht genügen.
Um die Spanne zwischen Überforderung und Resignation zu überbrücken, helfen bereits einfache Beobachtungen, kleine Tests und liebevolles Miteinander. Was viele Kinder heute nur gemeinsam mit Gleichaltrigen lernen können ist Enttäuschungen zu verarbeiten und trotzdem ihren Selbstwert anzunehmen. Alle Erfahrungen dieser Art tragen dazu bei, sich in der neuen Welt der Schule einfacher einzuordnen.
Katrin Wagner kennt als Rektorin die verschiedenen Situationen der Erstklässler genau. "Keine Mutter oder Vater braucht nervös zu werden, wenn Mäxchen die erste Zeit alle Buchstaben spiegelverkehrt malt - sie können mit dem kleinen Künstler höchstens wetteifern, ob er seinen Stift ebenso elegant halten kann wie die Großen."
Als praktische Hilfe bekamen alle Anwesenden ein Faltblatt und eine übersichtliche Liste mit Beispielen, die sich ohne viel Aufwand nachvollziehen lassen.
Bei der anschließenden Diskussion kamen zwei vordringliche Bereiche zur Sprache: Die oft nicht gradlinig zu strukturienden Tagesabläufe bei berufstätigen Eltern und die wenigen Möglichkeiten, Schwimmanfänger zu fördern in angemessener Weise. 

RGA Artikel vom: 24.09.2011
Ernährung, Bewegung und Sozialkompetenzen
Von Andreas Weber

Die Grundschule Am Haiderbach (Tente/ Hünger) bleibt "Klasse 2000". Am Freitag wurde das Zertifikat für zwei weitere Jahre erneuert.Nach dem traditionellen Herbstsingen schraubte Bürgermeister Eric Weik das Schild außen ans Schulgebäude in Hünger. Am Haiderbach ist damit eine von 293 Grundschulen bundesweit, die sich mit dieser Auszeichnung schmücken darf.
„Klasse 2000" musste hart verdient werden. Näher bringt die Schule den 220 Schülern gesundes Essen und Trinken, viel Bewegung und Entspannung, Problem- und Konfliktlösung, Widerstand gegen Suchtgefahren, kritisches Denken und Nein-Sagen-Können, sich selbst zu mögen und Freunde zu gewinnen
Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass alle Klassen fit gemacht werden. Für die Gesundheitsförderung ist die Gesundheitspädagogin Silke Kuske zuständig. Als Honorarkraft verbringt sie in jeder der acht Klassen zwei bis drei Stunden pro Schuljahr - so genannte "Impulsstunden". Den "Rest" - zwölf Unterrichtsstunden pro Schuljahr - übernimmt das Lehrerkollegium unter der Federführung von Kirsten Pistor.
"Klasse 2000" begleitet die Primarstufe kontinuierlich von der 1. bis zur 4. Klasse. Entwickelt wurde es von Fachleuten aus Medizin und Pädagogik am Klinikum Nürnberg.
Das Projekt, dessen Aushängeschild das Strichmännchen "Klaro" ist, existiert seit 19 Jahren. Es wird heute von einem eingetragenen Verein in Nürnberg geführt, der sich Programm Klasse 2000 nennt.
Die Grundschule Tente griff die Idee 2002 auf. 2009 wurde sie - im Verbund mit Hünger - erstmals zertifiziert.
Auch an der Verbundschule Dabringhausen/ Dhünn läuft "Klasse 2000". Weil dort aber nicht alle Klassen teilnehmen, erhält sie nicht den offiziellen Stempel.
"Klasse 2000" lebt von Patenschaften. Pro Klasse und Schuljahr müssen 220 Euro aufgebracht werden. In der Grundschule Am Haiderbach trägt der Lions-Club Wermelskirchen, Rade, Hückeswagen, Wipperfürth einen großen Teil dieser Spenden, unterstützt von Firmen und Privatpersonen.
Lions-Präsident Dr. Jörn Kohnke verfolgte gestern Morgen das Herbstsingen im Gymnastikraum der Schule Hünger mit Eric Weik und Klaus Seeger, dem Vorsitzenden des Schulausschusses.
Hier führte die Schule einen weiteren Schwerpunkt des Schulprogramms vor: die englische Sprache. Mit mehreren kurzen Liedern, unter anderem "Autumn is coming (Der Herbst kommt)", stimmten die Schüler auf die Jahreszeit ein.
Bis 2013 gilt das neuerliche Zertifikat, in Tente zu sehen, sobald das Baugerüst verschwunden sein wird. Damit "Klaro" Tente und Hünger auch darüber hinaus erhalten bleibt, müssen Eltern und Kinder Fragebögen beantworten und ihre Zufriedenheit ausdrücken.
Ebenso muss die Schule mit flankierenden Projekten - z.B. Kinderkochbuch oder Erste-Hilfe-Kurse - die Ziele von "Klasse 2000" untermauern. Ein Teilaspekt - die Ernährung - wird demnächst sogar wissenschaftlich durchleuchtet.
Die Studentinnen Celine vom Stein und Julia Pleiß, die gerade an der Uni Wuppertal ihre Master-Arbeit schreiben, werden in der Klasse 3 b von Antje Gardeweg über mehrere Wochen recherchieren, ob die Schule Einfluss auf Ernährung hat, sich dieses auf die Konzentration auswirkt und dann wiederum Niederschlag im häuslichen Verhalten findet.

BM Artikel vom 24.09.2011
Grundschule mit Zertifikat ausgezeichnet
Von Isabella Baltes

Hünger Ein buntes, von den Kindern selbst gebasteltes Schild hieß die Gäste willkommen. Ganz aufgeregt
versammelten sich gestern die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Am Haiderbach – also aus Tente und
Hünger – in der Turnhalle der Grundschule Hünger, um das „Klasse 2000“−Zertifikat entgegenzunehmen.
Unter den Gästen war auch Bürgermeister Eric Weik, der wie alle anderen auf den niedrigen und harten
Schulbänkchen Platz nahm und sich noch einmal ganz wie in der Schule fühlen durfte.
Am Ende des traditionellen Herbstsingens überreichte die „Klasse 2000“−Gesundheitsberaterin Silke Kuske
das Zertifikat offiziell an Schulleiterin Katrin Wagner – aber nicht, ohne vorher noch einmal ausführlich allen
beteiligten Lehrern sowie vor allem den Sponsoren zu danken, ohne die das Projekt nicht zustande
gekommen wäre. „Uns war wichtig, dass alle Klassen mitmachen, sonst hätten wir das Zertifikat nicht
bekommen“, sagte Schulleiterin Wagner. Von den 3197 Schulen, die bundesweit mitgemacht haben, haben
nur 293 das Zertifikat bekommen.
Bevor es nach draußen ging, um das Schild anzubringen, zählten einige Schüler der vierten Klasse ihre
persönlichen Höhepunkte des vierjährigen Programms auf: Klaro−Pausen, Hindernis−Parcours, Erklärungen
zu Körperfunktionen, Sporttipps sowie Anregungen, wie man sich in der Klasse wohler fühlen kann.
Anschließend gab die Schulleiterin das Zertifikat an Bürgermeister Weik weiter, der dieses unter großem
Jubel an der Außenmauer der Grundschule neben das bereits vorhandene aus dem Jahr 2009 anbrachte und
dabei sein handwerkliches Können unter Beweis stellte. Die Schüler waren begeistert. „Mir hat alles gut
gefallen“, sagte Alena (7). Auch Lars (7) und Ben Julian (7) hatten viel Spaß: „Uns hat die Atemübung am
besten gefallen, da hat man viel gelernt.“ Sophie (7) gefiel das Zertifikat gut. „Das Schild ist sehr schön“,
stellte sie fest. Lena (8) hatte einen Wunsch: „Ich möchte das Programm weiter machen.“

RGA Artikel vom: 23.09.2011
Michaela Gregory aus England zu Besuch
Von Hartmut Engelbrecht

Seit wenigen Wochen entdecken auch in der Schule Am Haiderbach "I-Dötzchen" die noch fremde Wunderwelt der Buchstaben und Zahlen als Einstieg in den langen Weg des Erwachsenenwerdens.
ie Kinder sind hier in aller Regel sechs Jahre alt, wenn sie sich auf diesen Weg begeben. In diesem Alter haben die Partner in der Crompton View Primary School in England im Extremfall bereits zwei Schuljahre hinter sich.
Crompton ist ein kleiner Ort im Umfeld des Sherwood Forest in Nottinghamshire, bekannt durch die Geschichten um Robin Hood. Michaela Gregory, die in Wermelskirchen aufgewachsen ist, unterrichtet in dieser Schule Deutsch mit einer Stunde pro Woche als Pflichtfach für die Klassen 1 bis 6.
In England werden Kinder in dem Jahr eingeschult, in dem sie fünf Jahre alt werden, was im Extremfall schon Vierjährige treffen kann. Weil sowohl die Vorschulklasse der Dreijährigen als auch die Eingeschulten in der Ausbildungsspanne von drei bis elf Jahren zusammen in der Primary-School bleiben, ist das Klientel recht anders als in unseren Grundschulen.
Dennoch hat der 2009 gestartete Versuch eines kommunikativen Miteinanders zwischen Crompton und Tente geklappt. Damals lief es auf Tenter Seite über Karin Holst, und ein loser Briefwechsel entstand nicht nur zwischen den Lehrkräften auf beiden Seiten, sondern vor allem durch Briefe und Bilder der Schüler. Wenn etwas Neues aus Wermelskirchen in Crompton ankommt, wird das dort zum allgemeinen Lese- und Gesprächsstoff gemacht; mitgeschickte Fotos oder Texte werden für alle lesbar ausgehängt.
Zuletzt hat Tente, wo inzwischen Christiane Wilhelm die Ansprechpartnerin ist, einen Kalender an die englischen Kollegen geschickt, der großen Anklang fand. Michaela Gregory hat gerade einen "Heimaturlaub" genutzt, um den Tentern eine Art Hörbuch aus Crompton mitzubringen: Da haben die Kinder Fotos von sich mit gemalten Bildern und in deutsch geschriebenen Texten als Kommunikationsanreiz mitgeschickt, die sie auch akustisch verewigt haben.
Dieses ganz ungewöhnliche Medium faszinierte Christiane Wilhelm und Schulleiterin Katrin Wagner gleichermaßen und wird bei den Dritt-und Viertklässlern im Englischunterricht noch eine Weile für Gesprächsstoff sorgen. Außerdem lässt sich jetzt auch ein "Hörbuch" in die andere Richtung schicken. Natürlich ist die Kontinuität wegen der unterschiedlichen Dauer der Schulzeiten ein wenig eingeschränkt. Wermelskirchener Grundschüler wechseln schon in weiterführenden Schulen, wenn ihre englischen Partner noch die Primary-Schoolbank drücken.
Trotzdem weiß Michaela Gregory, dass aus den zurückliegenden Jahren immer noch Brieffreundschaften zwischen einzelnen Kindern bestehen. Christiane Wilhelm kann andererseits durch ihren Englischunterricht an den Standorten Hünger wie Tente auf ein großes Potential an möglichen Interessenten einer weitergehenden Verbindung zurückgreifen.
Auf dem "Wunschzettel" der Tenter stehen jetzt aber erst einmal Bilder von der Schule in Crompton. "Dann können wir hier in der Schule auch eine Fotowand machen, und die Kinder können sich ihre Partnerschule besser vorstellen", sagt Katrin Wagner. Der Fotoauftrag ist schon weiter geleitet. Michaela Gregory ist wieder in England.

RGA Artikel vom: 20.09.2011
Was bedeutet Schulfähigkeit?

(red). Die Schule Am Haiderbach lädt für Mittwoch, 28. September (19.30 Uhr), in den Kindergarten Am Ecker und für Donnerstag, 29. September (19.30 Uhr), in den Kindergarten Tente.
Die Leiterinnen dieser drei Einrichtungen bereiten zwei Stunden unter dem Motto "Hurra, ich werde Schulkind" vor ("Was bedeutet Schulfähigkeit?") und wollen nach der Theorie Praxisbeispiele bringen und Fragen beantworten (Eintritt frei).